Unter der Geburt:
Gezielt Geburtsphasen unterstützen
Intuitive Bewegung während der Geburt ist ein elementarer Baustein einer physiologischen Geburt. Weil sie:
-> die Geburtsmechanik und das Zusammenspiel von Mama und Baby unterstützt
Bewegt sich die Gebärende intuitiv, reagiert sie auf den Druck der Kontraktionen und den Druck, den das Baby im Becken auslöst, mit hilfreichen Bewegungen, die die entsprechenden Beckenräume öffnen. Das leitet die Kraft der Kontraktionen, macht sie effektiv und erleichtert dem Baby den Weg durch das Becken. Die Geburt kann leichter, schneller und schonender voranschreiten. In intuitiver, uneingeschränkter Bewegung findet eine ständige Kommunikation zwischen Mama und Baby auf der Körperebene statt, die überhaupt erst möglich macht, den individuell bestmöglichen Geburtsweg zu finden.
-> den Geburtsschmerz lindert
Intuitive Bewegungen bauen Spannungen ab, fördern die optimale kindliche Position und reduzieren Druck, indem sie relevante Bereiche im Becken öffnen, und minimieren so den Geburtsschmerz. Außerdem geben sie der Gebärenden ein Gefühl von Kontrolle und Autonomie, was Stress reduziert. Dies wirkt sich positiv auf die Produktion von Geburtshormonen wie Oxytocin aus, die für den Fortschritt der Geburt wichtig sind.
-> die Durchblutung verbessert
Aktivität und Bewegung fördern die Durchblutung im Beckenbereich. Das verbessert die Sauerstoffversorgung des Babys, was das Baby fit und belastbar hält und ihm hilft, mit den Anforderungen der Geburt langfristig besser umgehen zu können. Zusätzlich unterstützt eine gute Durchblutung die Effizienz der Kontraktionen und eine bessere Versorgung der Muskulatur, die dadurch leistungsfähiger und flexibler bleibt.
-> natürliche Hormonprozesse fördert
Intuitive Bewegungen helfen dem Körper, die für die Geburt notwendigen Hormone besser freizusetzen. Oxytocin wird durch Bewegungen angeregt, was die Kontraktionen intensiver und effektiver macht. Gleichzeitig können sie Endorphine freisetzen, die als natürliche Schmerzmittel wirken.
Das bedeutet ganz konkret: intuitive Bewegung kann Geburtskomplikationen verhindern und potenziell gefährliche Überlastung des Babys (und der Mutter) vermeiden.
Für Fachkräfte: Intuitive Bewegung kann bereits durch Blicke (Gefühl beobachtet zu werden) gestört werden! Unterbrechungen der rhythmischen Gebärarbeit durch Untersuchungen zur Erhebung von Vitalzeichen, Kardiotokogramm oder Muttermundsbefund o.Ä. stellen bereits einen schwerwiegenden Eingriff in den physiologischen Verlauf dar und müssen sehr genau abgewogen werden, wenn ernsthaft eine physiologische Geburt unterstützt werden soll. Jede Störung ist ein potenzielles Risiko für Mutter und Kind.
Ist sie unvermeidbar, sollte schnellstmöglich wieder aktiv aufgefordert werden, in Bewegung zu gehen und der nötige Rahmen geschaffen werden (Privacy, unterschiedliche Tools und das Bewusstsein, dass Bewegung unterstützt und gefeiert wird und nicht “stört”).
Wenn du Lust hast, mit uns noch tiefer in die Vorbereitung auf deine Geburt einzutauchen:
Du willst Frauen und Familien in der Geburtsvorbereitung oder als Doula zur Geburt begleiten:
Sie ersetzt keine individuelle Beratung oder Therapie bei entsprechenden Fachkräften.