In der Schwangerschaft:

Gezielt beweglich bleiben

Geburt ist Muskelarbeit auf engstem Platz. Daher profitieren du und dein Baby immens von weicher, ausbalancierter Muskulatur, die bestmöglich ihre Aufgabe (Druck bzw Dehnung) erfüllen kann. Und schon bevor die Geburt überhaupt startet, entscheidet der Zustand der Muskulatur mit, ob sich dein Baby in eine ideale Startposition für eine möglichst physiologisch (und damit am wenigsten strapaziös) verlaufende Geburt einstellen kann. Überlastete, schwache Muskeln werden steif – trainierte, genutzte und gedehnte Muskulatur bleibt/wird locker und gleichzeitig stark und flexibel. In Bewegung zu bleiben oder zu kommen ist daher eine wichtige Aufgabe – spätestens während der Schwangerschaft. Das kannst du mit unseren Vorschlägen ganz gezielt tun:

Korrekte Haltung:

Mit deiner Haltung kannst du deinem Körper Stabilität geben, Beschwerden vorbeugen und deinem Baby helfen, sich gut im Becken einzustellen. Fehlbelastungen zu vermeiden, hilft die richtige (sprich hilfreiche) Muskulatur kräftig zu halten und unerwünschte (sprich potentiell störende) Muskelspannung zu vermeiden.

Mikrobewegungen: Baue in deinen Alltag möglichst ständig Mikrobewegungen ein (quasi „wie ein Kind“, die sitzen auch kaum still, hampeln, tippeln usw. fast ständig – und bleiben so viel in Bewegung). Das fördert die Durchblutung, verhindert das „Einrosten“, hält mobil und bringt ganz schön Füllung auf dein „Bewegungskonto“.

Bei statischen Tätigkeiten (sitzen, längeres Stehen usw.) kannst du immer wieder kleinere oder größere Pendelbewegungen einbauen, mit den Füßen tippen und dich immer wieder erinnern, dich zwischendurch zu dehnen und strecken.

Beckenbewegungen:

Alles, was dein Becken beweglich und in Bewegung hält, unterstützt deine gesunde Schwangerschaft und gelingende Geburt. Trau dich, dein Becken (wieder) mehr zu bewegen: beim Tanzen, beim Sport oder einfach so.

Isolierte Beckenbewegungen:

Hüftbewegungen, bei denen nicht die ganze Körperachse mitbewegt wird, tun noch mehr für die Beweglichkeit im unteren Rücken (denk dran: dein unterer Rücken entscheidet mit, ob das Baby gar nicht, irgendwie oder optimal seinen Kopf ins Becken einstellen kann. Das kann entscheidend sein für einen physiologischen Geburtsbeginn und Geburtsverlauf, weil ein optimal eingestelltes Köpfchen an den genau richtigen Stellen Druck ausübt, um Kontraktionen wirksam und zielführend zu machen). Diese isolierten Beckenbewegungen für deinen Körper (wieder) zu vertrauten und leichten Bewegungen zu machen, hilft dir, mobil zu bleiben, deinem Baby, sich gut zu positionieren und unter der Geburt kannst du auf bekannte Bewegungen viel schneller, einfacher und intuitiver zugreifen. Mit diesen Übungen hast du also auch schon ein starkes Tool für die Geburt!

Gezielte Dehnungen:

In deinem Becken verlaufen Muskelgruppen, die sich in Oberschenkel und Rücken fortsetzen. Wenn sie flexibel und geschmeidig sind, können sie ihre Aufgabe, dem Baby den Weg zu einer guten Kopfstellung zu weisen, bestmöglich erfüllen und stellen unter der Geburt kein Hindernis dar. Fest und verspannt dagegen können sie mit beteiligt sein, wenn Babys Köpfchen sich nicht gerade einstellt und beugt oder als Barriere im Becken die Geburt schwerer und anstrengender machen.

Umkehrhaltungen:

Umkehrhaltungen können Platz im Becken schaffen, um dem Baby Raum zu geben, seine Position zu optimieren. Außerdem können sie helfen, wenn die kindliche Lage dir Sodbrennen, Unwohlsein oder Schmerzen in den Oberschenkeln bereitet. Die Einladung, sich nochmal neu zu überlegen, wie sie besser liegen können, nehmen Baby oft gerne an.

Wenn du Lust hast, mit uns noch tiefer in die Vorbereitung auf deine Geburt einzutauchen:

Du willst Frauen und Familien in der Geburtsvorbereitung oder als Doula zur Geburt begleiten:

Die Infoseite richtet sich an gesunde Schwangere und die Umsetzung geschieht auf eigene Gefahr.
Sie ersetzt keine individuelle Beratung oder Therapie bei entsprechenden Fachkräften.