Ich habe Anfang des Jahres euren Geburtsvorbereitungskurs besucht und wollte dir von meiner sehr schönen Geburtserfahrung berichten, die ich bestimmt zu einem großen Teil der Vorbereitung mit eurem Kurs verdanke.

Am Mittwoch, den xx.xx., war ich zur Akupunktur in einer Hebammenpraxis und hatte schon das Gefühl, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird.

Abends legte ich mich ins Bett und hatte, wie auch schon Tage zuvor, Übungswehen. Diesmal wachte ich aber um ca. 1:30 Uhr wieder auf mit einem Ziehen und bat meinen Mann, mir eine Badewanne einzulassen.

Ich war ca. 2 Stunden in der Wanne und hörte schöne Entspannungsmusik bei gedämpftem Licht. Die Wehen kamen alle 10–15 Minuten, sanft und regelmäßig. Es war schön zu spüren, wie sich meine Tochter auf den Weg machen möchte.

Um ca. 3:30 Uhr schickte ich meinen Mann wieder ins Bett und ging ins Wohnzimmer, wo ich mir abwechselnd mit Meditation und Musik eine schöne Zeit gemacht habe und die Vorfreude stieg. Ich war zeitweise auf dem Pezziball, mal im Vierfüßlerstand, habe zwischendurch gegessen und getrunken, aber war ganz in meiner eigenen Welt und viel mehr im Gefühl als im Verstand.

Bis es ca. 6 Uhr wurde – da schaltete sich mein Kopf wieder an, da ich wusste, dass meine größere Tochter sicherlich bald aufwachen wird. Der schlaue Körper hat direkt aufgehört, Wehen zu produzieren (vielleicht noch eine in 30 Minuten), und erst als meine Tochter in der Kita war und alles für ihre Betreuung geregelt war, konnte ich wieder entspannen.

Ich hatte zwar mit meinem Mann vereinbart, dass er das regelt, aber ich konnte es doch nicht komplett aus der Hand geben.

Als ich dann um 9:30 Uhr wieder in der Wanne lag und dort gefrühstückt hatte, konnte ich mich wieder fallen lassen.

Die Wehen wurden wieder regelmäßiger und etwas stärker, aber sehr gut auszuhalten. Ich habe sie nicht schmerzhaft empfunden. Um ca. 11 Uhr bin ich wieder raus aus der Wanne. Die Wehen wurden immer stärker, und ich nutzte die Atemtechniken und auch den Kamm aus Holz von dir. Mein Mann hatte in der Zeit das Auto gepackt und alles vorbereitet. Um ca. 12 Uhr sagte ich ihm, dass wir langsam losfahren können.

Wir kamen ca. 12:30 Uhr in der Klinik an. Die Autofahrt war wirklich richtig heftig und schwer auszuhalten, zumal die Wehen bereits sehr kurz aufeinander folgten.

Dort angekommen hatte ich heftige Wehen und habe mich vor der Hebamme erst mal auf den Boden in den Vierfüßlerstand gelegt. Sie merkte sofort, dass die Geburt weit fortgeschritten war, und tastete den Muttermund: vollständig eröffnet. Mein Mann durfte sofort mit rein, und keiner musste zum Corona-Test o. ä.

Die Hebamme ließ mir auf meinen Wunsch hin eine Wanne ein. Die Wehen waren seit der Autofahrt kaum auszuhalten, aber ich habe immer wieder meinen Kraftort visualisiert und versucht zu atmen.

Meine Tochter kam dann um 13:29 Uhr im Wasser zur Welt, ohne medizinische Eingriffe. Die Hebamme war super, und ich habe mich direkt wohlgefühlt.

Ich bin so glücklich und dankbar für diese wundervolle Geburtserfahrung. Klar, die letzte Stunde war alles andere als schmerzfrei, aber alles in allem so selbstbestimmt und natürlich, wie ich es mir gewünscht habe.

Ich danke dir für eure tolle Arbeit! Macht weiter so – ich werde euch jeder Schwangeren weiterempfehlen.