Liebe Steffi,
liebes Mamakompass-Team,

die letzten Tage schon schwirrte es in meinem Kopf herum, und nun nehme ich mir die Zeit, denn ich möchte euch unbedingt DANKE sagen!

Dank dem „Werkzeug“, welches ich im Geburtsvorbereitungskurs von euch in die Hand bekommen habe, hatte ich trotz der unerwarteten Wendung zum Ende meiner Schwangerschaft eine selbstbestimmte Geburt.

Von der gewünschten Geburtshausgeburt zur geplanten Krankenhausgeburt durch Einleitung.

Zum Ende meiner Schwangerschaft entwickelte sich leider eine Schwangerschaftscholestase. Meine Leberwerte und Gallensäuren waren leicht erhöht. Die Hebammen im Geburtshaus wollten kein Risiko eingehen und rieten mir, wie die Ärzte im Krankenhaus, zur vorzeitigen Einleitung der Geburt. Mein Traum von einer Geburt ohne Intervention platzte, ich trauerte um meine Wunschgeburt …

Eine schwere Zeit, in der mein Mann wegen seines Jobs obendrauf noch 4 Wochen lang nicht bei mir und unserer fast zweijährigen Tochter sein konnte.

Alles war psychisch und körperlich sehr belastend. Doch ich fand die Kraft, weiter positiv zu denken. Auch dank euch. In eurem Geburtsvorbereitungskurs habe ich gelernt und verstanden, dass man nichts, was mit Schwangerschaft oder Geburt zu tun hat, planen kann – alles ist möglich. Doch wenn ich bei mir bleibe und Vertrauen in mich und mein Baby habe, kann ich gut mit jeder Situation umgehen.

Eigentlich sollte bereits Anfang der 37. Woche eingeleitet werden. Doch ich konnte es noch eine Woche hinauszögern, die Ärzte waren einverstanden. Ich spürte, dass diese eine Woche mehr Zeit für mich und das Baby so wichtig ist. Diese Zeit haben wir noch gebraucht.

Wir wurden in SSW 38+1 in der Klinik zur Einleitung stationär aufgenommen. Am Abend wurde der Ballonkatheter eingesetzt, ich war froh über diese „natürliche“ Einleitungsmethode. Doch leider bewirkte er keine Geburtswehen und fiel am nächsten Morgen raus. Also gaben sie mir frühs und mittags jeweils 2 Tabletten Misoprostol (Angusta) je 25 Mikrogramm. 10 Minuten vor meinem nächsten Termin am Abend im Kreißsaal, für die nächsten Tabletten und zum CTG-Schreiben, bekam ich einen Blasenriss, und die Geburtswehen setzten ein.

Nach einer Dreiviertelstunde war unser Sohn geboren. Ich schaffte es gerade noch vom Wehenzimmer in den Kreißsaal. Ich fühlte das Köpfchen unseres Babys mit der Hand, das wollte ich unbedingt. Ich hätte unser Baby auch gerne selbst empfangen, doch während der nächsten Wehe musste ich mich einfach mit beiden Händen am Seil festhalten.

Mein Mann hat es leider nicht mehr rechtzeitig geschafft. Wir haben mindestens 20 Minuten Anfahrt nach xx, unseren Sohn hielt ich dann schon 5 Minuten in meinen Armen, als er kam.

Ich hatte so viel Glück mit der Hebamme und der Ärztin. Nach der Geburt sagte die Hebamme zu mir, ich hätte die Geburtshausgeburt zu ihnen in die Klinik gebracht. Das hat mir so viel bedeutet. Die Ärztin sagte, sie haben nun ihren Oxytocinspiegel für die Nacht – es war eine so schöne Geburt.

Sie wussten ja, dass ich eigentlich ins Geburtshaus wollte, ich plante sogar mit einer ungeplanten Hausgeburt. Ich spürte, dass auch diese Geburt schnell gehen würde. Meine erste Geburt dauerte 4 Stunden, die zweite eine Dreiviertelstunde. Ich dachte mir im Vorfeld schon, dass es schnell gehen würde, doch nicht so schnell. 😀

Mein Gefühl war richtig, und das sollte jede Frau wissen.

Danke, dass ihr so tolle Arbeit macht und euer Wissen teilt!

Ich bemühe mich, dieses Wissen auch weiterzugeben. Eines Tages hoffe ich auch mit Hilfe eurer Doula-Ausbildung, das ist mein Traum!

Herzliche Grüße