“Es ging los” Sonntag Nacht auf Montag mit leichter Blutung. Nach Recherche in der App BabyCare bedeutete das: Geburtsstart durch Beginn der Ablösung des Propfens – mit dem Hinweis, dass es noch mehrere Tage dauern kann …

Am Dienstag tagsüber stetiges Ziehen wie Menstruationsbeschwerden. Es tat sich was, aber wohl alles noch keine “richtigen” Wellen. Tag gut verbracht. Abends schlafen gegangen um 22 Uhr – Ziehen war deutlich stärker, konnte leider nicht einschlafen und bin um 23 Uhr wieder aufgestanden. Konnte die Nacht dann eigentlich gar nicht schlafen, waren schon stärkere Kontraktionen, aber noch lange Abstände. War abwechselnd mal hier, mal dort in der Wohnung. Hörte abwechselnd die “Mamakompass-Atemmeditation” und “Friedliche Geburt – Geburtsbegleitungs-Meditation”.

Erst gegen Morgen im Geburtshaus angerufen – ausgemacht: “Badewannen-Test”/Latenzphase? hieß es. Ziehen ließ tatsächlich nach, sodass ich noch zwei, drei Stunden schlief. Rest des Tages dann aber weiter mit wellenartigen Kontraktionen verbracht. Am Nachmittag nochmal wieder im Geburtshaus angerufen und Absprache. Letztendlich sind wir aber erst am Abend dorthin gefahren. Ich wollte eh so lange wie möglich zu Hause bleiben und fühlte mich dafür durch die Hypnobirthing-Kurse gut vorbereitet. Mein Mann war zwar daheim, aber arbeitete im Homeoffice.

Dadurch, dass die Hebammen noch recht “entspannt” waren, da sie meinten, es dauert noch … – ich klang wohl auch recht entspannt am Telefon – gab es für meinen Mann keinen Anlass für “Geburt-geht-los”-Stress. Das gipfelte jedoch darin, dass er mir um 19 Uhr noch “Hawaii-Toast” machen wollte, weil ich ja den ganzen Tag nichts gegessen hatte …

Das machte mich dann doch etwas wütend, weil ich ihn nun dringend bei mir brauchte … – “Ich brauchte nichts zu essen, ich bekomme ein Kind!!!” 😬😂

Er meinte dann kurz darauf von sich aus, dass wir nun besser ins Geburtshaus fahren. Um 20 Uhr angekommen, war dann das ziemlich erste Geschehen im Geburtshaus eine Wehe mit Drang zum Drücken. Zu dem Zeitpunkt ein ziemlich gutes, erleichterndes Gefühl … Austrittsphase dann bis 22:44 Uhr – auf der Matte auf dem Boden.

Letztendlich profitierte ich von “Friedliche Geburt” – hörte die begleitenden Aufnahmen zur Geburt, bis ich es nicht mehr “brauchte”. Es waren mental “wie zwei Krücken zum Gehen” + der Mamakompass-Akupressur-Kamm. Er war mir letztendlich neben bestärkenden Worten auf den Ohren der wichtigste Gegenstand.

Verzögert hatte sich die Geburt noch durch eine emotionale Hürde, da ich einfach mega geflasht war, dass ich gerade “das Tor zum Leben” für einen neuen Menschen werde. Und letzte “Werde ich es als Mutter gut schaffen?”-Zweifel.

Tolles Zureden & Hilfe durch Hebammen habe ich vor Ort erhalten. Sie haben mich zur Hingabe ermutigt, ein gesundes Kind gebären zu dürfen. 🙌🏻🌈

Ich bin einfach froh, keine traumatisierende Geburt erlebt zu haben, sondern – für mich “machbar” (ist gleich nicht schmerzfrei).

Soweit ein kurzer Abriss, wie es mir in den Sinn kam. 😊