Hallo liebes Mamakompass-Team,

Am Montag gegen Mitternacht haben bei mir leichte, unregelmäßige Wehen begonnen. Diese sind dann vormittags noch etwas abgeflacht von den Abständen, sodass ich mich noch etwas ausruhen konnte. Wir sind dann gegen Mittag draußen bei Sonnenschein spazieren gegangen, und die Abstände der Wehen wurden immer geringer (3–5 Minuten). Die Stärke war aber nicht so intensiv, weswegen ich mir unsicher war, ob ich schon ins Geburtshaus fahren sollte oder nicht.

Aus dem Bauch heraus wäre ich noch etwas daheim geblieben, aber ich habe im Vorfeld so viele Geschichten gehört, dass die zweite Geburt so schnell gehen kann, dass wir dann zumindest nach Würzburg gefahren sind und in den Weinbergen noch etwas spazieren gegangen sind. Die Wehenabstände wurden, wie erwartet, im Auto länger (10 Minuten) und beim Spaziergang wieder unregelmäßig (alle 3–10 Minuten). Ich nutzte dabei die Meditationen und Musik.

Da ich langsam aufs Klo musste, sind wir dann doch mal ins Geburtshaus gefahren. Dort wurde ich untersucht, und der Muttermund war erst 1 cm offen. Mir war schon irgendwie klar, dass ich noch nicht so weit war, aber in dem Moment das zu erfahren und wieder heimzufahren, war schon etwas deprimierend (da meine erste Geburt 36 Stunden gedauert hat und ich bei dieser Zeit von Wehen schon mind. 3 cm offen war).

Daheim bin ich dann in die Badewanne, und die Wehen wurden sehr schnell super intensiv und regelmäßig alle 5 Minuten. Da mir das Wasser so gutgetan hat, bin ich circa 1,5 Stunden in der Wanne geblieben. Hier habe ich auch Musik gehört und eine Meditation gemacht.

Mein Mann hat in der Zwischenzeit Abendessen gekocht, und als ich aus der Wanne raus bin, habe ich schon gesagt, dass wir definitiv nach dem Essen losfahren, weil ich sonst kein Auto mehr fahren kann. Ich konnte die Wehen auf den Knien unter Tönen gut verarbeiten. Viel gegessen habe ich zwar nicht, aber euren Rat, immer wieder zu essen und viel zu trinken, habe ich genutzt.

Beim Autofahren habe ich mich stark auf meine Atmung konzentriert und konnte so bei mir bleiben.

Auch im Geburtshaus war ich voll bei mir. Wir wurden hier auch unter uns gelassen, wodurch sich die Wehen stärker entfalten konnten. Als ich dann merkte, dass ich lauter tönte und einen Druck verspürte, habe ich gebeten, meinen Muttermund abzutasten – und ich war voll offen und konnte mitschieben. Ich habe dann gleich darum gebeten, die Wanne einzulassen, und keine Viertelstunde später war unser Kind geboren.

In einer Welle öffnete sich die Fruchtblase, und dann, innerhalb von drei Wellen, wurde es geboren. Es war so unglaublich schön, im Wasser zu gebären, und ich war voller Kraft. Ich habe mir selbst, als der Kopf schon fast da war, zugesprochen, dass ich es schaffe – und das hat mir so viel Kraft gegeben.

(Ich hatte bei der ersten Geburt eine super lange Phase mit Presswehen, sehr lange Wehenabstände und war erst in der Wanne und musste dann mit dem schon fast geborenen Kopf aus der Wanne raussteigen, da ich keine Kraft mehr hatte und dann auf dem Bett mit Hilfe von zwei Hebammen und einer Ärztin auf dem Rücken und mit Dammschnitt unser erstes Kind gebären.)

Deswegen war ich so froh, dass die Presswehen diesmal so schnell gegangen sind und ich so viel Kraft hatte.

Es war so eine unglaublich schöne Geburt, weil ich die Anfangsphase sehr genossen habe und die Phase mit den intensiven Wehen und den Presswehen nur circa drei Stunden gedauert hat.

Euer Geburtsvorbereitungskurs hat mir sehr viel Kraft und Wissen mitgegeben, wodurch ich meine Traumgeburt haben konnte. Ich habe den Kamm auch bei einer Wehe genutzt, was sehr hilfreich war. Es ging dann aber so schnell, dass ich bei der nächsten Wehe schon in der Wanne war. 😉

Das Einzige, was ich noch lernen muss, ist, noch stärker auf mich zu hören! Dann wäre ich noch länger daheim geblieben und hätte die blöden Autofahrten und Ortswechsel nicht gehabt.

Vielen Dank noch einmal für eure tolle Arbeit!