Hallo ihr Lieben,

ich danke euch, dass ich meine Geschichte mit euch teilen darf. Ich bin so dankbar, dass ich erleben durfte, was passiert, wenn man unter der Geburt Zugang zu seiner Intuition hat – für mich ein Erlebnis, das ich mit Worten kaum beschreiben kann. Hier also ein kleiner Einblick:

Unsere Tochter xx ist am xx.xx bei uns zu Hause im Geburtspool zur Welt gekommen. Meine ersten beiden Kinder sind im Krankenhaus geboren. Ich fühlte mich zwar immer gut aufgehoben, es war aber allein schon wegen der Räumlichkeiten und der vielen Untersuchungen schwer, meiner Intuition zuzuhören, was meiner Meinung nach zu unnötigem Schmerzempfinden geführt hat – das wollte ich bei der Geburt unserer Tochter anders erleben.

Nach Gesprächen mit unseren tollen Hebammen war meinem Mann und mir klar: Das Baby darf zu Hause geboren werden. Ich habe mir immer wieder vorgestellt, wie die Obstbäume im Garten in voller Blüte stehen, im Kamin ein Feuer brennt, viele Kerzen leuchten und ich im Geburtspool die Wehen veratme, bis ich das kleine Wunder in den Händen halten darf.

XX hat es bis zum Ende spannend gemacht und lag erst in Woche 38 mit dem Köpfchen unten. Nach Fruchtwasserabgang in Woche 41 setzten auch 24 Stunden später keine Wehen ein, und wir mussten in die Klinik fahren. Da allerdings alle Blutwerte top waren und auch noch genügend Fruchtwasser für das Baby da war, durften wir auf eigenen Wunsch wieder nach Hause fahren und auf Geburtswellen warten.

Schon am nächsten Morgen merkte ich, dass sich die kleinen Übungswellen anders anfühlten als sonst, und die Hebamme tastete den Muttermund auf 2 cm. Es tat sich also endlich etwas … So verging der Tag, es stürmte und regnete, und die vielen Fliederblüten wehten durch den Garten auf die Terrasse. Mein Bauchgefühl sagte mir eindeutig, dass xx sich nun langsam auf den Weg machen würde.

Nach dem Abendbrot wurden die Wehen immer deutlicher, und gegen 23 Uhr holte meine Schwiegermutter unsere Söhne ab, und wir machten es uns richtig gemütlich. Genau so, wie ich es mir gewünscht hatte …

Meine Lieblingsmusik lief, alle Kerzen, die ich finden konnte, leuchteten, das Feuer im Kamin brannte, und zwei unglaublich tolle Hebammen kamen zur Betreuung (sogar eine Hebammenstudentin kam zusätzlich zu ihrer ersten Hausgeburt).

Die ersten Wehen veratmete ich barfuß in den kalten Pfützen mit weißen Fliederblüten darin – es war zu keiner Zeit schmerzhaft für mich draußen. Natürlich spürte ich ein intensives Ziehen, aber ich konnte es wunderbar aushalten.

Mein Mann und ich mussten total viel lachen und hatten richtig fröhliche Stunden. Zwischenzeitlich ging ich in den warmen Geburtspool, der direkt vor der Terrassentür im Wohnzimmer aufgestellt war, legte meinen Kopf auf dem Rand ab und bewegte mich zu meiner Lieblingsmusik, die im Hintergrund lief.

Gegen 2 Uhr waren die Wehen etwas rückläufig. Ich hatte das Bedürfnis, ganz alleine zu sein – also ging ich auf die andere Seite des Hauses, um etwas für mich zu sein. Die Hebammen erkannten mein Bedürfnis sofort und schickten mich nach oben ins Schlafzimmer, um etwas Ruhe finden zu können. Dort veratmete ich noch ein paar schwächere Wellen allein im Bett und schickte sogar meinen Mann in ein anderes Zimmer, wo auch er noch etwas schlafen konnte.

Ich legte mich allein in unser Familienbett und schlief von ca. 3 bis 5:20 Uhr immer wieder ein, unterbrochen von einzelnen Wellen. Von Schmerzen konnte ich bis zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht sprechen. Starke Empfindungen ja, aber keine Schmerzen.

Um kurz nach 5 Uhr wachte ich von einer so starken Welle auf, dass ich sofort nach meinem Mann rief, denn ich wusste – jetzt kommt unsere Tochter.

Ich wollte wieder in den Pool, denn dort waren diese nun sehr intensiven Wellen sooo gut auszuhalten. Die Abstände der Wellen wurden immer kürzer, und dann, nach drei Presswehen, hielt ich das Köpfchen schon in den Händen. Mein Mann nahm unsere Tochter als Erstes aus dem Wasser und legte sie mir auf die Brust.

Da war sie nun, unser kleines Wunder. So entspannt und friedlich im Wasser geboren. Mit Unterstützung der Hebammen und meines Mannes trug ich unsere Tochter zum Sofa, wo kurze Zeit später dann auch die Plazenta kam.

Ich hatte zu keinem Zeitpunkt der Geburt das Bedürfnis nach Schmerzmitteln.

Diese Bewegungsfreiheit, die Ruhe, die wenigen Untersuchungen, die Stimmung und die Möglichkeit, überhaupt auf meine Intuition hören zu können, weil nichts und niemand mich und Maja im Geburtsverlauf störte, machten die Geburt unserer Tochter zu einem unglaublich friedvollen und den Urinstinkt stärkenden Erlebnis voller Vertrauen und Liebe. <3

Alles Liebe