Der Geburtsweg

Du kannst die Geburt in 2 Phasen einteilen:

1. Verdünnungs- und Öffnungsphase

Hier öffnet sich der Muttermund von 0 auf ca. 10 cm. In dieser Phase macht der Körper immer die gleiche Arbeit. Mit jeder Welle ziehen die längslaufenden Muskeln die ringförmigen Muskeln der Gebärmutter nach oben.

2. Die Geburt

Der Muttermund ist also vollständig eröffnet und das Kind beginnt jetzt den Weg durch das Becken zu rutschen. Wichtig: Die Geburt der Plazenta gehört mit zur Geburt.

Die längste Zeit wirst du in der Verdünnungs- und Öffnungsphase verbringen. Deshalb siehst du jetzt hier in dem folgenden Video, in welche verschiedenen Farben der Geburtsweg aufzuteilen ist und du bekommst noch ein besseres Gefühl für den Geburtsverlauf.

Dieses Video ist auch absolut empfehlenswert für deinen Partner/Geburtsbegleiter, damit auch er ein Gefühl für den Geburtsverlauf bekommt und unter der Geburt weiß wo ihr steht. 🙂

Tipp:

Viele Frauen haben die Erfahrung gemacht, dass sie die Öffnung des Muttermundes in Zahlen „noch bei 2 cm“, „ 4 cm“, „7cm“ sehr beeinflusst und meist enttäuscht hat.

Eine Geburtserfahrung einer Frau, die ich betreut habe, möchte ich gerne mit dir teilen:

Sabrina war mit ihrem dritten Kind schwanger und die ersten beiden Geburten verliefen für sie recht traumatisch. Jedes Mal blieb sie bei 4 cm „hängen“ und ihr Muttermund öffnete sich nicht weiter. Sie hatte durch diese beiden Geburten mittlerweile fest verankert, dass sie sich nicht weiter als 4 cm öffnen könne. Natürlich kann ihr Muttermund das! Wir haben zusammen viel daran gearbeitet, dass sie diesen Glaubenssatz loswerden kann. Und nach der Geburt ihres dritten Kindes hat sie mir geschrieben: Mich hat die Neuauflage der Aussage „Muttermund 4 cm“ eingeholt, es wurde unheimlich schwierig für mich, immer wieder zurück zu mir und zu meiner Geburt zu finden. Aber mehrfach habe ich es geschafft, konnte wieder entspannen, mich sogar freuen. Nach der anschließenden Aussage der Hebamme „sie gehe von weiteren Stunden aus“, habe ich mich wieder fast verloren und fast mich selbst aufgegeben. Aber: Keine 20 Minuten später war unsere Emma schon da.“

Was ich dir damit mitgeben möchte: Bleibe bei dir. Sabrina hat nämlich auch gesagt „Ich hatte schon gemerkt, dass sich was verändert und in die letzte Geburtsphase übergegangen bin.“

Bleibe bei dir. Es weiß keiner besser was gerade in deinem Körper passiert, als DU.

Und hier der Tipp: Lasse dir, wenn möglich, gar nicht die genauen Zentimeterangaben nennen. Es sind nur Zahlen und haben nichts zu bedeuten. Das ärztliche Personal kann die Daten gerne für ihre Unterlagen notieren, aber sie sind nicht relevant für dich. Vertraue dir und deinem Körper. Du brauchst keine Zahlen. Dein Körper macht das auf seine Weise und je weniger Einflüsse du von außen hast, desto mehr kannst du bei dir, deinem Kind und deinem Gefühl bleiben. 🙂

Es ist natürlich auch eine Möglichkeit, dass du selbst immer mal wieder deinen Muttermund tastest und so noch stärker in dein Körpergefühl und in die Verbundenheit zu dir gehst. Lass dich von deinem Körper führen und mache das, was sich stimmig für dich anfühlt. 🙂

Die Geburt der Mutter

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